13.10.2006
all die jahre hab ich ihn spüren lassen, wie er mir auf den nerv ging. mit seiner stimme, seinem beamtendeutsch, seinen schwachsinnigen reden, seinen oft schwülstigen formulierungen, falschen zitaten, vor allem mit seiner dummen selbstgerechtigkeit. und nun sitzt er da, will den text für eine traueranzeige formulieren und merkt selbst, dass alles hohl klingt: "alles, was ich schreibe, liest sich wie eine beurteilung. Sie kannten ihn doch auch. können Sie nicht in ein paar schlichten worten ausdrücken, welche bedeutung er für uns hatte?" [gell, man merkt, dass mir richtig warm ums herz ist. so schnell geht das!]
