|
"private collection" : Tags : caprese
auf mich wirkt das sehr unangenehm, wenn leute mit ihren einnahmen prahlen oder mit ihren ausgaben. das preisschild ist das erste, was ich entferne, auch von lebensmitteln. schon auf dem heimweg fange ich damit an, die dinger kleben nämlich verdammt fest. manchmal.
es soll leute geben, die nicht nein sagen können. mir will das ja nicht so recht über die lippen kommen. kann sein, dass ich vielleicht sagte, ein sehr entschiedenes.
"weitergehen, kollege, es hat geblinkt!" der angesprochene kuckt etwas irritiert, zeigt auf sein auge, mit dem er auf die entfernung nicht gut lesen könne. ich war an ihm vorbeigeschwommen, um ihn nicht zu stören an diesem platz, der ihm zu gefallen schien. der störenfried aber will frau und kind demonstrieren, wie man sich durchsetzt im leben. "musst nix lesen, herr kollege, die lampe da oben, wenn licht, dann weitergehen." wären die unterwasserdüsen nicht so weit voneinander entfernt, er hätte ihn sicher geschubst. mich schaut er beifallheischend an, als der herr sich schulterzuckend in bewegung setzt. ich erkläre letzterem das prinzip und auch, dass heute offenbar besonders viele leute anwesend seien, die darauf beharrten. ah, franzose oder belgier, ich widerstehe dem drang, etwas anderes als deutsch zu sprechen, lächele zum abschied und schwimme davon. eine halbe stunde später steht er dekorativ an einem strategisch günstigen punkt - eine spur zu selbstgefällig, finde ich und nehme den umweg über die sauna.
der nachbar, gerade dabei, den wagen für ein paar urlaubstage zu bepacken, öffnet die beifahrertür, leichte verbeugung: wenn Sie bitte einsteigen wollen, wir können gleich losfahren.
früher, ja, früher hätte ich vielleicht spontan ... oder auch nicht. nein, ich glaube, er hätte mir auch damals nicht gefallen. wenn der meister der schattenwirtschaft zum termin bittet, ihn auflaufen lassen. unnotierbares kauderwelsch reden. sein unbehagen genießen.
... Next page
|
status
Youre not logged in ... Login
menu
search
contact |