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Montag, 29. September 2008
noch ein nachtrag
sie sind wieder da, wiehieder hier: die wäschetücher - oder etwas vornehmer ausgedrückt: scented papers. die marke spielt eigentlich keine rolle, denn sie duften nicht spektakulär, sondern schlicht nach seife - also so, wie man sich frische, nicht weichspülerverseuchte wäsche vorstellt. nachtrag
ich hab ihm wohl unrecht getan mit meiner interpretation: die wartezeiten betragen derzeit etwa drei jahre. da lässt man sich schon was einfallen... "eigentlich könnten wir uns deine (= die von dir bezahlte) trommelstunde ja teilen: du müsstest dann nur alle zwei wochen in die musikschule - du kannst doch eh nicht jedes mal - und ich bin flexibel, falls du die termine verschieben willst oder so. außerdem profitiere ich stärker von seinem unterricht als du; du wiederum hättest mehr davon, wenn ich regelmäßiger mit dir übte, weil ich viel strenger mit dir bin als der lehrer - der übrigens damit einverstanden wäre. wie findest du mein angebot?"
grob gerechnet
ich drücke ihr die hälfte des fahrpreises in die hand, was ein viertel vom ganzen ist, da sie von ihrem vater eine bahncard 50 bekommen hat. gerade ist mir klargeworden, dass mein viertel für die drei monate bis weihnachten mehr ausmachen wird als seine hälfte für ein ganzes jahr. Sonntag, 28. September 2008
für ein handbesticktes weihnachtsdeckchen aus altem leinen habe ich eben eine idiotische summe geboten. muss ich mir sorgen machen?
ob ich den herrn neben mir gerade als senilen w*chser bezeichnet hätte? - also bitte... nein, selbstverständlich nicht!
[aber 'armseliges würstchen' habe ich mir schon in den damenbart gemurmelt. das allerdings erst, als er auf meinen hinweis, wir seien nicht seine enkelinnen, und die betont höfliche bitte, doch die zwei freien plätze aufzurücken, um etwas mehr abstand zwischen den kulturen zu wahren, entgegnete, das sei nicht der platz, für den er bezahlt habe. dem wiederum war vorausgegangen, dass er meine freundin, die vor vorstellungsbeginn noch schnell ein paar insiderinfos über den einen oder anderen schauspieler loswerden wollte, im oberlehrerton meinte anranzen zu müssen: "das geht jetzt aber nicht den ganzen abend so weiter, junge frau!" - und ja, ich bin so kindisch, dass ich so einen am ende besonders süßlich anlächele und frage, wie ihm das (misslungene) stück gefallen habe.]
(questions with (no) answers)
Samstag, 27. September 2008
heute also die kleinbürgerhochzeit im frankfurter schauspiel.
und natürlich tat es gut, mal wieder premierenluft zu schnuppern. ob es eine gute idee war, brechts familiengroteske als multikulti-spektakel zu inszenieren, mag dahingestellt bleiben. kurzweilig war's schon, was alexander brill zu seinem abschied auf die bühne brachte, aber seicht, sehr seicht. jedenfalls hätte man für ein bisschen türkisch-deutschen spießerklamauk m.e. nicht ausgerechnet brecht herbemühen müssen. gefallen hat mir der "alleinunterhalter" am keyboard, günter lehr. Freitag, 26. September 2008
wetten, dass thomas von steinaeckers 'wallner beginnt zu fliegen' mich gleich ins wochenendliche
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